Schweiz im Fokus
Facebook Tracking-Skandal: Mark Zuckerbergs Reaktion auf den Cambridge-Analytica-Skandal
facebook tracking skandal

Facebook Tracking-Skandal: Mark Zuckerbergs Reaktion auf den Cambridge-Analytica-Skandal

Inhaltsverzeichnis

Facebook Tracking Skandal

Als Reaktion auf einen Artikel der New York Times, in dem beschrieben wurde, wie die persönlichen Daten von mehr als 50 Millionen Nutzern an Cambridge Analytica weitergegeben wurden (ein Unternehmen, das Online-Informationen nutzt, um potenzielle Wähler anzusprechen) gab der Mitbegründer und CEO von Facebook, Mark Zuckerberg, eine Erklärung ab und veröffentlichte eine ausführliche Botschaft auf seinem persönlichen Profil. „Wir haben eine Verantwortung gegenüber unserer Gemeinschaft, und wir haben auch eine Verantwortung, die Zukunft von Facebook verantwortungsvoll zu gestalten. Es wird immer neue Herausforderungen und neue Probleme geben, die wir nicht vorhersehen können. Aber wir müssen auch zugeben, wenn etwas schiefläuft, die Verantwortung dafür übernehmen und Massnahmen ergreifen, um zu verhindern, dass es wieder passiert.“

Wenn Sie nicht wissen, was im Zusammenhang mit dem Cambridge Analytica-Skandal passiert ist, lesen Sie mehr darüber in meinem Blogbeitrag:  

Was ist passiert?

Am 19. März 2018 veröffentlichte die New York Times einen Artikel über das Versagen von Facebook beim Schutz der Daten seiner Nutzer. Die Zeitung enthüllte, dass sich die britische Datenanalysefirma Cambridge Analytica unrechtmässig die Daten von 50 Millionen Facebook-Nutzern verschafft hatte.

Diese Daten wurden zur Erstellung von Wählerprofilen und zur Beeinflussung der politischen Agenda sowohl bei den US-Präsidentschaftswahlen 2016 als auch beim Brexit-Votum verwendet.

Dem Artikel zufolge wurde dieser Skandal durch ein Persönlichkeitsquiz auf Facebook ausgelöst, das von Dr. Aleksandr Kogan und seinem Unternehmen Global Science Research (GSR) entwickelt wurde.

Die App mit dem Namen thisisyourdigitallife wurde 2014 entwickelt und bot einen Dienst zur Analyse der Persönlichkeit ihrer Nutzer an. Die App war in der Lage, nicht nur auf die Daten der Person zuzugreifen, die das Quiz absolviert hat, sondern auch auf die ihrer Freunde.

Ohne das Wissen und die Zustimmung der Nutzer wurden die Daten von über 50 Millionen Facebook-Konten von GSR* erfasst und mit Cambridge Analytica geteilt.

*Global Science Research (GSR) – ist die Firma, die mit Cambridge Analytica zusammengearbeitet hat. Der Gründer und Geschäftsführer heisst: Aleksandr Kogan

Cambridge Analytica und Facebook (Seit 2021 Meta)

Während der oben erwähnte Datenskandal auf eine App eines Drittanbieters zurückzuführen ist, verdeutlichen die Ereignisse im Zusammenhang mit Cambridge Analytica das Versagen von Facebook, die Sicherheit seiner eigenen Daten zu gewährleisten. Im Jahr 2015 entdeckte das Unternehmen, dass eine App die Daten von Millionen von Nutzern missbrauchte.

Es versäumte es jedoch, die Nutzer, deren Informationen kompromittiert wurden, zu benachrichtigen und auch die Behörden zu informieren, wie es gesetzlich vorgeschrieben ist. Ausserdem hat der Entwickler der App, Aleksandr Kogan, Facebook belogen, als er sagte, er habe die Daten gelöscht.

In Wirklichkeit hatte er die Daten an Cambridge Analytica verkauft, das die Daten nutzte, um „psychografische“ Profile von Wählern zu erstellen und sie mit politischer Werbung anzusprechen.

Dies führte dazu, dass Cambridge Analytica eine, wie sie es nannten, „Standardlösung zur Erreichung unentschlossener Wähler“ schuf, was im Grunde eine Methode zur Beeinflussung der öffentlichen Meinung ist.

 

Was bedeutet das für Facebook?

Dieser Datenskandal ist nicht nur ein Verstoss gegen die Nutzungsbedingungen von Facebook, sondern auch ein Vertrauensbruch. Facebook hat immer behauptet, seine Nutzer zu schützen und versprochen, ihre Daten zu sichern. Die Ereignisse im Zusammenhang mit Cambridge Analytica zeigen jedoch, dass dies nicht der Fall ist.

Es ist sehr wahrscheinlich, dass Facebook als Folge dieses Skandals rechtliche Konsequenzen haben wird. Ausserdem ist es fast sicher, dass das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Social-Media-Plattform durch den Datenskandal erheblich beeinträchtigt wird.

Facebook hat in der Vergangenheit aufgrund von Bedenken der Nutzer bezüglich des Datenschutzes an Vertrauen verloren, und es ist fast sicher, dass der Skandal den Ruf der Plattform negativ beeinflussen hat.  

Wie Sie Ihre Informationen auf Facebook schützen können

Der erste Schritt besteht darin, Ihre Privatsphäre-Einstellungen zu überprüfen. Facebook hat eine Seite mit Privatsphäre-Einstellungen, auf der Sie sehen können, welche Informationen für andere sichtbar sind. Dort können Sie die Privatsphäre-Einstellungen überprüfen, Anpassungen vornehmen und eine Kopie Ihrer Daten herunterladen. Für erweiterte Privatsphäre-Einstellungen können Sie ein Drittanbieter-Tool wie den Privacy Badger der Electronic Frontier Foundation verwenden.

Das sollten Sie über Facebook wissen

Firmen wie Facebook leben von Daten. Je mehr Daten, umso lukrativer das Geschäftsmodell. Aus diesem Grund hat Facebook unter anderem den WhatsApp Messenger kurzer Hand für 19 Milliarden Dollar und den Fotodienst Instagram für über 700 Millionen Dollar aufgekauft.

Dadurch gewinnt Facebook jeden Tag mehr Einblicke in die Welt der Menschen und kann entsprechend Einfluss nehmen.

Meine Beobachtungen und Gedanken über Instagram

Milliarden Gewinn im ersten Quartal 2022

Das Skandalunternehmen Facebook verdient gem. Statista.com nach wie vor Milliarden mit Daten der Menschen.

Für das erste Quartal 2022 hat Meta (ehemals Facebook) einen Gewinn in der Höhe von rund 7,47 Milliarden US-Dollar ausgewiesen. Im gleichen Zeitraum lag der Umsatz von Meta bei knapp 28 Milliarden US-Dollar. Den Umsatz von Meta nach Segmenten finden Sie hier.

Quelle: www.de.statista.com/statistik/daten/studie/237450/umfrage/gewinn-von-facebook-weltweit-quartalszahlen/

Nun fragt man sich: Wie geht sowas? Wie kann jemand, bzw. ein Unternehmen nach wie vor bestehen, welches das Vertrauen der Kunden derart missbraucht?

Die Antwort liegt in den Händen der User. Würden die Facebook User ihre Daten nicht preisgeben, könnte Facebook auch nicht in dieser Form Milliarden Gewinne erzielen.

Die grösste Herausforderung liegt darin, neue Gewohnheiten zu erzeugen. Da es vielen Menschen schwerfällt, aktiv an sich zu arbeiten, belassen sie es bei dem wie es ist.

Jeder muss selbst wissen, ob er/sie seine/ihre Daten solch einem Unternehmen anvertrauen will.

Wir haben unseren Business Account auf Facebook deaktiviert. Hier habe ich meine Gedanken und Beobachtungen festgehalten >

Schlussfolgerung

Facebook & Instagram

Aus der Hirnforschung wissen wir, dass das regelmässige Nutzen von Social Media Apps, wie Facebook und Instagram Sucht erzeugt. Durch das Konsumieren von bewegten Bildern in Kombination mit Musik werden neue mentale Muster erzeugt. Der User ist sich über diese und andere Methoden nicht bewusst und vor allem nicht im Klaren, wie sich dies auf  das Unterbewusstsein auswirkt.

Was als Versagen beim Schutz der Daten seiner Nutzer begann, hat sich für Facebook zu einem ausgewachsenen Skandal entwickelt. Es ist nicht das erste Mal, dass die Nutzer Bedenken bezüglich des Datenschutzes geäußert haben, aber dieses Mal sind die Bedenken berechtigt.

Es bleibt jedem selbst überlassen, was er/sie aus seiner Lebenszeit und mit den eigenen Daten tun möchte.

Weiterführende Links

20 Minuten Tipps

Glaubenssätze und Gewohnheiten

Sex, Pornokonsum und die Gesundheit

Veränderungen – Das Do it Prinzip

Diesen Beitrag teilen:

Letzte Beiträge

Sie haben Fragen oder wünschen eine telefonische Beratung? Nehmen Sie unverbindlich mit uns Kontakt auf. Birol Isik wird Sie danach persönlich kontaktieren.